Tür 21: Salbei, Wacholder und Rosmarin – Die Kraft der Kräuter für deine Räuchermischung
- 21. Dez. 2024
- 3 Min. Lesezeit

Hinter der 21. Tür unseres Adventskalenders erwarten dich drei weitere Zutaten, um deine persönliche Räuchermischung für die Rauhnächte zu verfeinern: Salbei, Wacholder und Rosmarin. Diese Kräuter sind seit Jahrhunderten für ihre reinigenden, schützenden und klärenden Eigenschaften bekannt. Während der geheimnisvollen Nächte zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar – wenn die Schleier zwischen den Welten dünner sind – können sie dir helfen, deine Räume, deine Seele und deine Gedanken zu klären. Denke daran, stets nur ein paar Krümel deiner Mischung zu verwenden, denn oft genügt schon eine kleine Menge, um ihre Wirkung voll zu entfalten. In den kommenden Tagen wirst du weitere Zutaten erhalten, um deine Räuchermischung immer weiter zu verfeinern.
Eine Geschichte über die Rauhnächte, die Wilde Jagd und verborgene Tabus
In alten Zeiten glaubte man, dass während der Rauhnächte nicht nur die Geister der Ahnen umherstreiften, sondern auch die Wilde Jagd ihr Unwesen trieb. Man stellte sich diesen wilden Geisterzug als schaurigen Sturmreigen vor, angeführt von mächtigen Gestalten wie Odin oder Frau Holle, je nach Region und Erzähltradition. Sie ritten durch die pechschwarze Nacht, begleitet von unheimlichen Geräuschen, Heulen und Pfeifen, als würden Wolken, Wind und Wipfel zum Orchester einer ungezähmten, uralten Macht verschmelzen.
Wer in diesen Nächten unachtsam war oder sich zu weit hinauswagte, riskierte, von der Wilden Jagd mitgerissen zu werden. Deshalb suchten die Menschen Schutz im Heim, versiegelten Fenster und Türen mit Räucherwerk und befolgten alte Bräuche, um das Schicksal günstig zu stimmen.
Eines dieser überlieferten Gebote lautete, in den Rauhnächten keine Wäsche zu waschen oder gar draußen aufzuhängen. Man fürchtete, die Wilde Jagd könnte sich in der aufgehängten Wäsche verfangen, Unglück bringen oder die Familie für das kommende Jahr unter einen dunklen Einfluss stellen.
Dieses Verbot sollte verhindern, dass die chaotischen Energien der Wilden Jagd sich an den Alltag heften konnten. Es war eine Zeit, um innezuhalten, das Haus von alten Energien zu befreien und die alltäglichen Pflichten ruhen zu lassen. Stattdessen galt es, sich nach innen zu wenden, die Stille zu nutzen und die Botschaften zu empfangen, die diese Zwischenwelt für uns bereithält.
Die Bedeutung der heutigen Zutaten
Salbei: Ein klassisches Räucherkraut, das hilft, schwere Energien zu vertreiben und Klarheit in deinen Geist zu bringen. Er schafft eine friedliche, geschützte Atmosphäre.
Wacholder: Ein starker Beschützer, der negative Einflüsse abwehrt. Sein Duft erinnert an tiefe Wälder und verleiht Stabilität, Mut und Zuversicht.
Rosmarin: Steht für Schutz, Erinnerung und innere Stärke. Er unterstützt klare Visionen, fördert Konzentration und hilft dabei, sich an die eigenen Ziele und Träume zu erinnern.
Anwendung
Füge Salbei, Wacholder und Rosmarin deiner begonnenen Räuchermischung hinzu. Eine kleine Prise genügt. Verräuchere sie in einer ruhigen Minute, schließe die Augen und spüre, wie der aufsteigende Rauch die Umgebung klärt, dich umhüllt und vor ungewollten Einflüssen schützt.
Eine Affirmation für die Rauhnächte
Sprich oder denke folgende Worte, wenn du deine Räuchermischung verwendest:
„Ich bin geschützt, geerdet und offen für die Weisheit der alten Nächte. Ich lasse alles los, was mir nicht mehr dient, und heiße Klarheit, Stärke und neue Visionen willkommen.“
Während der Rauch in die Dunkelheit aufsteigt, erinnere dich an die alten Geschichten, die vor langer Zeit gesponnen wurden, um uns zu lehren, in dieser sensiblen Phase achtsam zu sein. Nutze die Kraft der Kräuter, um dich zu erden, dich innerlich aufzurichten und die Botschaften dieser Nächte klarer zu vernehmen, während du gleichzeitig den alten Bräuchen Respekt erweist.