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Tür 22: Johanniskraut & Beifuß – Wegweiser durch die dunklen Nächte

  • 22. Dez. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Hinter der 22. Tür unseres Adventskalenders warten heute zwei weitere Kräuter, die deine Räuchermischung für die Rauhnächte bereichern: Johanniskraut und Beifuß. Während sich der Dunkelheitsmantel noch tief über die Welt legt, werden diese beiden Pflanzen zu sanften Begleitern, die dir in der Zeit zwischen den Jahren Licht, Klarheit und Schutz schenken können.


Eine weitere Geschichte aus den Rauhnächten


In einer längst vergangenen Epoche, als die Grenzen zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt noch deutlicher zu spüren waren, saß ein junges Mädchen namens Freja vor dem Feuer ihres Elternhauses. Draußen war es still – die Rauhnächte hatten begonnen, und Freja wusste, dass in diesen Nächten nicht nur die Wilden Jäger über den Himmel jagten, sondern auch Ahnen, Feen und Naturgeister näher an die Menschen herantraten.


Obwohl ihr Herz ein wenig vor Ehrfurcht zitterte, spürte Freja auch eine leise Neugier. Sie hatte Geschichten gehört, dass man in diesen Nächten klare Träume haben und Botschaften für das kommende Jahr empfangen konnte. Oft erlebten die Menschen in den Rauhnächten Visionen, die ihnen halfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, innere Wunden zu heilen und sich auf neue Wege zu begeben.


Während das Feuer knisterte, erinnerte sich Freja an die alten Bräuche: Vor dem Schlafengehen verbrannte man bestimmte Kräuter, um die Luft zu reinigen, böse Geister fernzuhalten und den Geist für Träume und Eingebungen zu öffnen. Ihre Großmutter hatte sie gelehrt, dass Johanniskraut und Beifuß in den dunklen Nächten besonders wertvoll seien.


Die Bedeutung der heutigen Zutaten

  • Johanniskraut: Diese sonnige Pflanze, die normalerweise mitten im Sommer blüht, trägt auch im tiefsten Winter die Kraft des Lichts in sich. Es heißt, dass Johanniskraut innere Schatten vertreibt, die Stimmung aufhellt und das Herz stärkt. In den Rauhnächten kann es helfen, negative Energien zu vertreiben, Trost zu spenden und eine Lichtquelle für die Seele zu sein.

  • Beifuß: Als eine der ältesten Räucherpflanzen Europas wurde Beifuß traditionell zur Reinigung, Schutz und zur Vertiefung der Wahrnehmung genutzt. Sein Rauch soll dabei helfen, hellsichtige Fähigkeiten zu verstärken, Träume klarer werden zu lassen und Botschaften der Anderswelt besser zu verstehen. Beifuß begleitet dich wie ein stiller Wächter, der den Schleier vor deinen Augen lichtet.


So nutzt du deine neuen Zutaten

Füge eine kleine Prise Johanniskraut und Beifuß deiner Räuchermischung hinzu – denk daran, oft genügen wenige Krümel. Wenn du deinen Raum verräucherst, halte für einen Moment inne, spüre, wie der Duft dich umhüllt und dein Herz öffnet. Lass die Hektik des Alltags hinter dir, lausche dem Flüstern der Nacht, und gönne dir die Stille, die nötig ist, um die feinen Botschaften der Rauhnächte zu empfangen.


Eine Affirmation für diese Nacht

Sprich oder denke folgende Worte, wenn der Rauch dich umgibt:


„Ich öffne mein Herz und meine Sinne für das Licht in der Dunkelheit. Ich empfange Schutz, Heilung und klare Visionen. Die Weisheit der Rauhnächte darf in mein Inneres fließen, damit ich gestärkt und erleuchtet ins neue Jahr schreite.“


Vielleicht, so wie Freja in ihrer Nacht am Feuer, wirst auch du in diesen Stunden einen Traum erleben, der dir einen Hinweis gibt. Vielleicht nimmst du ein Gefühl von Zuversicht und Wärme mit. Johanniskraut und Beifuß helfen dir dabei, das Unsichtbare wahrnehmbar zu machen, dich im Dunkel zurechtzufinden und mit jedem Tag, der länger wird, neu erstrahlen zu lassen.

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